MR Übersetzungsliteratur
im dt. Frühhumanismus

MRFHMarburger Repertorium zur
Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus

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Jost Wicker

Ich Jost Wicker zuo worms lautet der Besitzeintrag im Ausgburger Erstdruck von Ciceros 'De officiis', dt. von 1486 (MRFH 20790, Frankfurter Ex.). Zu dem aus Worms stammenden Jost Wicker gibt es nur wenige Hinweise. Er muß vermögend gewesen sein, denn Jacob Moser führt ihn als Besitzer eines Reichslehen auf. Er ehelichte Anna Blum (gestorben in Worms 1505/1519), deren Familie Mitglied der Frankfurter Patriziergesellschaft Alten Limpurg war. Ihr Vater Georg Blum zum Lämmchen stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie, die aufgrund ihrer weitreichenden Handelsbeziehungen 'Blumengesellschaft' genannt wurde. Den Beinamen zum Lämmchen erhielten die Blum deshalb, weil sie ihren Geschäftssitz im Haus 'Zum Goldenen Lämmchen' hatten. Georg Blum wurde 1468 Schöffe und 1481 Älterer Bürgermeister von Frankfurt am Main. Beim Aufenthalt des Kaisers in Frankfurt soll er 1486 im 'Goldenen Lämmchen' Maximilian I. einen silbernen Doppelbecher verehrt haben. Georg Blum unterhielt zahlreiche Handelskontakte, vor allem nach Venedig, wo er im Jahr 1491 starb. Anna Blums zweiter Ehemann Heinrich Silberborner (1472-1523) war Mitglied im Rat von Worms und wurde am 30.09.1518 durch Kaiser Maximilian I. geadelt.

Verf.: bjk.

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Literatur:

Genealogische Datenbank zum Frankfurter Patriziat (Jost Wicker).
Moser, J.: Einleitung zu dem Reichs-Hof-Raths-Proceß VI. Von Reichs-Lehen. Band 3. Frankfurt/Leipzig 1742, S. 742.
Wissenbach , B.: Das Anwesen "Zum Goldenen Lämmchen". In: DomRömer Zeitung. Informationen zum Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt. Ausg. Juli/August (2011), S. 5.
Version vom 21. 04. 2014 (MRFH). Permanent Link: mrfh.de/2741.