MR Übersetzungsliteratur
im dt. Frühhumanismus

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MRFHMarburger Repertorium zur
Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus

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Das von der DFG ab 2007 geförderte Projekt dokumentiert in digitaler Form deutschsprachige Texte in der Epoche des deutschen Frühhumanismus. Im Zentrum stehen die Übersetzungen von Werken italienischer Humanisten und antiker Autoren, aber auch freiere deutsche Bearbeitungen, wie z. B. Steinhöwels 'Aesop', werden berücksichtigt. Zunächst richtet sich der Fokus auf die Übersetzer der ersten Generation und das gesellschaftliche Umfeld, in dem die humanistisch inspirierte Literatur um die Mitte des 15. Jahrhunderts entsteht. In einer zweiten Arbeitsphase sollen Autoren der 80er und 90er Jahre sowie ihr neues Wirkungsspektrum — vor allem an der Universität, am Heidelberger Hof und in den oberrheinischen Metropolen Straßburg und Basel — bearbeitet werden (vgl. Christa Bertelsmeier-Kierst: Mittelalter-Philologie im Internet. 33. Beitrag: Marburger Repertorium zur Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus. In: ZfdA 138 (2009) 420-422).

Breiten Raum wird die Überlieferungsgeschichte der Übersetzungen einnehmen, in der sich zugleich der Umbruch vom handschriftlichen zum gedruckten Buch widerspiegelt. Gerade frühhumanistische Autoren haben dem neuen Medium ‚Druck’ besondere Aufmerksamkeit geschenkt, z.T. waren sie selbst als Drucker oder Verleger tätig, um humanistische Schriften (entweder in der Originalsprache oder in volkssprachlicher Übersetzung) einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sowohl die handschriftliche wie die gedruckte Überlieferung des 15. und 16. Jahrhunderts erfährt eine umfassende Bestandsaufnahme, die kontinuierlich aktualisiert wird. Erfaßt werden zugleich die Adressaten der frühhumanistischen Übersetzungsliteratur, die in den deutschsprachigen Widmungsbriefen genannt werden. Alle Dedikationen aus Handschriften und Drucken werden dokumentiert. Ebenso werden zeitgenössische Buchbesitzer in einem eigenen Verzeichnis berücksichtigt.

Da viele Übersetzungen heute nur noch schwer zugänglich sind, werden - parallel zu einer geplanten Buchreihe — wichtige Texte und Textzeugen in digitaler Form bereitgestellt.

Das Projekt wird unter der Leitung von Prof. Dr. Christa Bertelsmeier-Kierst am Institut für Deutsche Philologie des Mittelalters der Philipps-Universität Marburg erarbeitet. Es ist Teil der Marburger Repertorien, in denen bislang sukzessive die deutschsprachige handschriftliche Überlieferung des 13. und 14. Jahrhunderts sowie als repräsentatives Teilkorpus Handschriften und Drucke Freidanks bereitgestellt werden.

An der Vorbereitung, Gestaltung und Durchführung haben mitgewirkt: Franziska Bock, Stefanie Henkel, Stefan Lawatsch, Barbara Leupold, Annegret Pfalzgraf, Meike Pfefferkorn, Tina Terrahe, Regina Töpfer, Rebecca Weisbach und Michael Wieber.

An den Handschriftenbeschreibungen arbeitet momentan Peter Somogyi, an den Druckbeschreibungen arbeiten Daniel Könitz, Jochen Schäfer und Christoph J. Wagenseil.

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